Verkehr auf den Dolomitenpässen: Treffen von Land und Gemeinden

09.07.2026, 14:48

Treffen zur Verkehrssteuerung am Grödner Joch mit Vertretern der Gemeinden Corvara und Wolkenstein, der Arbeitsgruppe sowie des Landes Südtirol

Momentaufnahme des Treffens zur Verkehrssteuerung am Grödner Joch am 9. Juli im Sitzungssaal der Landesregierung im Landhaus 1 in Bozen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Momentaufnahme des Treffens zur Verkehrssteuerung am Grödner Joch am 9. Juli im Sitzungssaal der Landesregierung im Landhaus 1 in Bozen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Vertretungen der Gemeinden, der Arbeitsgruppe und des Landes Südtirol haben am 9. Juli im Landhaus 1 in Bozen über die Verkehrssteuerung am Grödner Joch beraten. Daran beteiligt waren Vertretungen der Gemeinden Corvara und Wolkenstein, die Mitglieder der Arbeitsgruppe aus den Gemeinden der beiden Täler und den Tourismusvereinen sowie Landeshauptmann Arno Kompatscher und die zuständigen Landesräte Daniel Alfreider (Mobilität) und Peter Brunner (Umwelt-, Natur- und Klimaschutz).

Die Arbeitsgruppe stellte dabei einen Konzeptentwurf für die Einrichtung einer UNESCO-Territorialen Verkehrsberuhigten Zone (TVZ UNESCO) am Grödner Joch vor. 

"Dank der wertvollen Unterstützung des Staatssekretärs im italienischen Verkehrsministerium, Tullio Ferrante, ist es gelungen, die UNESCO-Territoriale Verkehrsberuhigte Zone in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen. Dieses Instrument eröffnet die Möglichkeit, den Verkehrsfluss auf den Dolomitenpässen zu steuern", erklärte Mobilitätslandesrat Alfreider. "Gleichzeitig müssen wir die UNESCO territoriale verkehrsberuhigte Zone mit großer Verantwortung und methodisch angehen, da sie die Bewegungsfreiheit der Menschen betrifft. Es gilt, den Schutz des Gebiets mit den Mobilitätsbedürfnissen von Einheimischen und Gästen in Einklang zu bringen", ergänzte Alfreider.

Landeshauptmann Kompatscher betonte: "Die Arbeitsgruppe hat eine Grundlage für die Erprobung einer UNESCO territorialen verkehrsberuhigten Zone ausgearbeitet. Vor dem Start einer Testphase im Herbst, der weiterhin unser gemeinsames Ziel ist, sind jedoch noch verschiedene technische, organisatorische und rechtliche Fragen zu klären."

Nächste Schritte

In einem nächsten Schritt sollen die Gemeinden der beiden Täler den Entwurf zu einem detaillierten Projekt ausarbeiten. Dieses soll die Grundlage für die geplante Testphase im Herbst bilden. Eine sorgfältige Planung gilt als Voraussetzung, da es sich um die erste Anwendung dieses neuen Instruments der UNESCO territorialen verkehrsberuhigten Zone in Italien handeln würde, das mit der jüngsten Reform der Straßenverkehrsordnung eingeführt wurde.

Wie aus der Arbeitsgruppe hervorging, nimmt die geplante Erprobung der UNESCO territorialen verkehrsberuhigten Zone am Grödner Joch nach mehreren Monaten intensiver Arbeit zunehmend konkrete Formen an. Grundlage dafür sind die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure und die Unterstützung durch das Land Südtirol.

Gemeinsames Ziel ist es, wirksame Lösungen zum Schutz der Bevölkerung und für eine nachhaltige Steuerung der Mobilität im Bereich der Dolomitenpässe zu entwickeln.

gm/kat

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