Bozen-Süd: Kostenrahmen aktualisiert, Weiterführung der Projekte

10.07.2026, 11:30

Landesregierung genehmigt Anpassungen bei Verkehrsprojekten im Gewerbegebiet Bozen-Süd - Laut Mobilitätslandesrat Alfreider notwendiger Schritt für die nächsten Planungs- und Ausschreibungsphasen

Im Dezember 2025 wurden auf dem Messegelände in Bozen die Arbeiten am Knotenpunkt Einsteinstraße/Galvanistraße vorgestellt. Sie sind Teil der Neuorganisation des Straßennetzes in der Gewerbezone Bozen Süd. (Foto: LPA/Greta Stuefer)
Im Dezember 2025 wurden auf dem Messegelände in Bozen die Arbeiten am Knotenpunkt Einsteinstraße/Galvanistraße vorgestellt. Sie sind Teil der Neuorganisation des Straßennetzes in der Gewerbezone Bozen Süd. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat am 10. Juli auf Vorschlag von Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider die Anpassung des Kostenrahmens für die Umgestaltung des Straßennetzes im Gewerbegebiet Bozen-Süd (S.12.77) genehmigt. Die Maßnahme sei eine notwendige verwaltungstechnische Voraussetzung, damit das Projekt in die nächsten Phasen übergehen kann – von den Verfahren zur urbanistischen Konformität über die Ausführungsplanung bis hin zu den Ausschreibungen der Bauarbeiten.

"Dieser Beschluss ermöglicht es uns, gemeinsam mit der Gemeinde Bozen die strategischen Maßnahmen für Bozen-Süd konkret weiterzuführen. Die definitiven Projekte der einzelnen Baulose befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Nach diesem Beschluss können die nächsten Planungs- und Verfahrensschritte eingeleitet werden", erklärt Daniel Alfreider. "Um diese nächste Phase zu ermöglichen, war eine Anpassung des Kostenrahmens erforderlich."

Die veranschlagten Gesamtkosten werden von 42,3 Millionen Euro auf 78,7 Millionen Euro angehoben.
Das Gesamtprojekt umfasst unter anderem die Unterführung in der Romstraße, die Neuordnung der Verkehrsachsen Siemensstraße, Grandistraße, Avogadrostraße, Buozzistraße, Pacinottistraße und Galileistraße, die Aufwertung der Verkehrsverbindungen entlang der Innsbrucker Straße und der Eisackuferstraße sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende.

"Die Fachleute arbeiten intensiv und in enger Abstimmung mit der Gemeinde Bozen daran, die einzelnen Baulose voranzubringen. Diese befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Verfahrensphasen", sagt Landesrat Daniel Alfreider. "Einige Baulose sind bereits ausschreibungsreif, andere stehen kurz vor dem Abschluss der Planung. Für die Unterführung in der Romstraße und das Baulos Eisackuferstraße sind zunächst die erforderlichen Verfahren zur urbanistischen Konformität vorgesehen. Anschließend folgen die Ausführungsplanung und die Enteignungsverfahren. Es handelt sich um ein komplexes Vorhaben, das von den Landesämtern gemeinsam mit den technischen Diensten der Gemeinde begleitet wird. Es ist jedoch wesentlich, um Bozen-Süd funktionaler, sicherer und zukunftsfähig zu gestalten."

Das Projekt ist Teil einer umfassenden Neuordnung der Mobilität im südlichen Bereich der Landeshauptstadt. Dort treffen städtischer Verkehr, übergemeindliche Verbindungen, Gewerbegebiete, öffentlicher Verkehr sowie Rad- und Fußverkehr aufeinander. Ziel ist es, Konfliktpunkte zu reduzieren, die Sicherheit insbesondere für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und das Verkehrsnetz effizienter zu gestalten.

Die ersten Bauarbeiten an der Reschenbrücke und der Palermobrücke sollen im Herbst 2026 beginnen. Der Start der weiteren Baulose ist ab dem Jahr 2027 vorgesehen.

red/kat