Sorge der Kulturschaffenden: Amhof erwartet jetzt Ende des Protests

10.07.2026, 11:00

Personallandesrätin reagiert auf den offenen Brief aus dem Kultursektor - Lohnerhöhungen im Bildungsbereich wurden so schnell wie möglich durchgesetzt - Nun Appell an das Verantwortungsbewusstsein

Magdalena Amhof, die Landesrätin für Europa, Arbeit und Personal, zeigt sich solidarisch mit den Kulturschaffenden, die aufgrund der nicht mehr stattfindenden Schulausflüge in Schwierigkeiten geraten sind. Es sei nun an der Zeit, diese Form der Protestmaßnahmen zu beenden, betont Amhof. (Foto: Bernhard Aichner)
Magdalena Amhof, die Landesrätin für Europa, Arbeit und Personal, zeigt sich solidarisch mit den Kulturschaffenden, die aufgrund der nicht mehr stattfindenden Schulausflüge in Schwierigkeiten geraten sind. Es sei nun an der Zeit, diese Form der Protestmaßnahmen zu beenden, betont Amhof. (Foto: Bernhard Aichner)

BOZEN (LPA). Mit Verständnis reagiert Magdalena Amhof, Landesrätin für Europa, Arbeit und Personal, auf den offenen Brief, den Künstler und Künstlerinnen wegen des Lehrkräfteprotests und der zahlreichen ausgefallenen Schulausflüge verfasst haben. Die Landesregierung habe in Bezug auf die Erhöhung der Löhne im Bildungsbereich schnell reagiert und ihrerseits einen wichtigen Schritt zur Gehaltserhöhung im Bildungsbereich getan. Nun, so Amhof, erwarte man sich auch von den Initiativgruppen eine Rückkehr zum normalen Schulalltag.

Nicht nur Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, sondern auch Kulturschaffende hat der Protest der Lehrerinnen und Lehrer, der das vergangene Schuljahr gekennzeichnet hat, getroffen. Das macht ein offener Brief deutlich, den Künstlerinnen und Künstler jüngst auch an die Landesregierung gerichtet haben. Die freien Kulturschaffenden seien durch den Wegfall der Schulaktivitäten in die Krise geschlittert, die lokale Kunstszene habe unter den Protestmaßnahmen besonders stark gelitten.

Mit Anpassung der Lehrergehälter erster wichtiger Schritt vollzogen

Landesrätin Amhof kann die Sorge und den Aufschrei der Kulturszene gut nachempfinden: "Ihrerseits hat die Landesregierung alles getan, was möglich war, um die Lehrergehälter anzupassen und diesen ersten, wichtigen Schritt zu vollziehen. Wir sind uns alle einig, dass im Bildungsbereich weitere Verbesserungen notwendig sind, doch nun erwarten wir uns auch von den Initiativgruppen einen Schritt in unsere Richtung. Im anstehenden Schuljahr dürfen Schülerinnen, Schüler und Eltern nicht mehr Leidtragende des Protests sein", stellt Amhof fest. 

Erwartung, dass Protest in dieser Form endet

Es sei nun an der Zeit, das Verantwortungsbewusstsein in den Vordergrund zu stellen und nicht nach weiteren Punkten zu suchen, die verbesserungswürdig sind, um den Protest in dieser Form aufrechtzuerhalten. Auch in der Bevölkerung werde der Ruf nach einem Schlussstrich zunehmend lauter.

Lohnerhöhung von durchschnittlich 800 Euro brutto im Monat

Durch strukturelle Inflationsanpassung und reale Gehaltserhöhung werden Lehrpersonen künftig durchschnittlich 800 Euro brutto mehr pro Monat erhalten. Der Zweckbindungsbeschluss für den Bereich der Landeschulen wurde im Juni genehmigt, jener für die Lehrkräfte der Schulen staatlicher Art am 1. Juli. Ein besonderes Augenmerk wurde laut Amhof dabei den qualifizierten Berufseinsteigern gewidmet: Sie steigen künftig direkt in die zweite Gehaltsstufe ein, was einem jährlichen Plus von bis zu 7.000 Euro brutto entspricht.

pir