Mehr Sicherheit im Gadertal: Schutzprojekt wird verstärkt
Landesregierung genehmigt technische Anpassung des Eingriffs in St. Martin in Thurn - Abschnitt Zwischenwasser und Pikolein
BOZEN/ST. LORENZEN/ENNEBERG/ST. MARTIN IN THURN (LPA). Die Landesregierung hat am 12. Juni die technische Anpassung des zweiten Sicherungseingriffs im Gadertal genehmigt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Zwischenwasser und Pikolein in der Gemeinde St. Martin in Thurn. Dort machen die geologischen Bedingungen die Straße zunehmend anfällig für Steinschlag, Rutschungen und Murgänge. Zwischen 2021 und 2023 kam es in diesem Bereich wiederholt zu Steinschlagereignissen; zusätzlich wurde der umliegende Schutzwald durch den Borkenkäfer geschwächt.
"Bei Straßen in den Tälern und im Gebirge steht die Sicherheit der Menschen an erster Stelle", betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider. "Die neuen technischen Erkenntnisse zeigen, dass der Eingriff gezielter und robuster geplant werden muss. Damit schützen wir jene besser, die diese Verbindung täglich nutzen – Pendlerinnen und Pendler, Familien und Gäste."
Die Anpassung beruht auf vertieften geologischen, hydraulischen und technischen Untersuchungen. Sie haben gezeigt, dass die zu sichernde Bereiche größer und die notwendigen Schutzmaßnahmen anspruchsvoller sind als in der ursprünglichen Schätzung angenommen. Vorgesehen sind unter anderem stärkere Steinschlagschutzbarrieren, Maßnahmen gegen mögliche Murgänge sowie die Anpassung wasserbaulicher Anlagen.
"Die vertieften Untersuchungen haben das Risikobild präzisiert", erklärt der Verfahrensverantwortliche Ingenieur Stefano Fox. "3D-Simulationen und hydraulische Analysen zeigen, dass wir stärker dimensionierte Schutzsysteme brauchen. Ziel ist es, die Maßnahmen jetzt korrekt an die realen Bedingungen des Hanges anzupassen." Die Projektvertiefungen sehen voraussichtlich rund 36 Steinschlagschutzbarrieren mit einer Gesamtlänge von etwa 1247 Metern vor. Je nach Abschnitt sind Barrieren mit einer Energieaufnahmefähigkeit von 2000 bis 3000 Kilojoule, örtlich bis zu 5000 Kilojoule, und Höhen zwischen 4 und 7 Metern notwendig.
Der Kostenrahmen wird entsprechend auf 4 Millionen Euro aktualisiert. Die finanzielle Deckung ist im Rahmen der vorgesehenen Programmierung gewährleistet.
red/kat
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- "Bei Straßen in den Tälern und im Gebirge steht die Sicherheit der Menschen an erster Stelle", betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider. "Die neuen technischen Erkenntnisse zeigen, dass der Eingriff gezielter und robuster geplant werden muss. Damit schützen wir jene besser, die diese Verbindung täglich nutzen – Pendlerinnen und Pendler, Familien und Gäste." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Zwischen 2021 und 2023 kam es zwischen Zwischenwasser und Pikolein wiederholt zu Steinschlagereignissen; zusätzlich wurde der umliegende Schutzwald durch den Borkenkäfer geschwächt. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 1 MB]
- Die Projektvertiefungen sehen voraussichtlich rund 36 Steinschlagschutzbarrieren mit einer Gesamtlänge von etwa 1247 Metern vor. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 896 kB]
- Die Landesregierung genehmigte am 12. Juni die technische Anpassung des zweiten Sicherungseingriffs im Gadertal. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Zwischenwasser und Pikolein in der Gemeinde St. Martin in Thurn. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 1 MB]
- "Bei Straßen in den Tälern und im Gebirge steht die Sicherheit der Menschen an erster Stelle", betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider. "Die neuen technischen Erkenntnisse zeigen, dass der Eingriff gezielter und robuster geplant werden muss. Damit schützen wir jene besser, die diese Verbindung täglich nutzen – Pendlerinnen und Pendler, Familien und Gäste." (Foto: LPA/Ressort für Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 1 MB]



