Di dla cultura ladina: "Wir wollen vor allem die Begegnung feiern"

09.09.2026, 10:00

Vielfältiges Kulturprogramm lädt am Di dla Cultura ladina, dem Tag der ladinischen Kultur am 19. September in St. Ulrich ein, die ladinische Kultur in ihren Ausdrucksformen zu entdecken und zu erleben

Feuerwerk an Veranstaltungen für den Di dla cultura ladina am 19. September vorgestellt (von links): Landesrat Daniel Alfreider, der ladinische Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi und Sofia Stuflesser vom Organisationskomitee.
Feuerwerk an Veranstaltungen für den Di dla cultura ladina am 19. September vorgestellt (von links): Landesrat Daniel Alfreider, der ladinische Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi und Sofia Stuflesser vom Organisationskomitee.

BOZEN (LPA). "Von einer Generation zur nächsten" steht als Leitmotiv über dem Di dla cultura ladina, dem Tag der ladinischen Kultur am Samstag, 19. September, in St. Ulrich in Gröden. Ein vielfältiges Kulturprogramm lädt das Publikum dazu ein, die ladinische Kultur in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen zu entdecken und unmittelbar zu erleben. Literatur, Kunst, Musik und Performances treffen dabei auf Workshops und interaktive Angebote. Im Mittelpunkt stehen die Begegnung und der Dialog zwischen den Generationen und damit die gemeinsame Weitergabe und der gegenseitige Austausch von Sprache, Wissen und kulturellem Erbe.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 9. September haben Landesrat Daniel Alfreider und der Direktor des Ressorts Ladinische Bildung und Kultur André Comploi sowie das Organisationsteam mit Carlo Suani und Sofia Stuflesser gemeinsam mit der Direktorin des Istitut Ladin Micurá de Rü Irene Prinoth und Rita Lovas vom Circolo – Lia Mostra d’Ert die Details zum Tag der ladinischen Kultur vorgestellt.

Landesrat Daniel Alfreider hob dabei den Wert der Weitergabe des kulturellen Erbes hervor: "Kultur lebt, wenn sie von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Die Weitergabe von Wissen, Traditionen und Kenntnissen bedeutet, den Reichtum und die Vielfalt der ladinischen Kultur lebendig zu erhalten, die sich sowohl in der Sprache als auch in der Literatur, der Musik, der Kunst, dem Theater und dem Handwerk ausdrückt. Dieses Erbe weiterzugeben bedeutet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass es auch von künftigen Generationen weiter gelebt, interpretiert und erneuert wird."

Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi verwies auf die Bedeutung von Offenheit und Austausch: "Die Sprache ist das Herzstück der ladinischen Kultur, und von dort aus beginnen wir den Tag, um uns dann den vielen Ausdrucksformen unserer Kultur zu widmen. Wir wollen vor allem die Begegnung feiern: zwischen den Generationen, zwischen den verschiedenen ladinischen Tälern und mit unseren friaulischen und rätoromanischen Verwandten, zwischen verschiedenen künstlerischen Sprachen und kulturellen Ausdrucksformen. Die Einbindung aller ladinischen Institutionen und zahlreicher Kulturvereine zeugt konkret vom Reichtum der Beziehungen, von der Energie und der Lebendigkeit der ladinischen Kultur."

mac

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