Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages in Bozen

28.04.2026, 15:15

Abgeordnete befassen sich mit Inklusion von Menschen mit Behinderung in Südtirol – Austausch mit Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof – Südtirol gilt als Vorzeigeregion in Europa

Die Delegation bei ihrem Besuch in Bozen mit Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof (5. von links). (Foto: LPA/Ressort Europa, Arbeit und Personal)
Die Delegation bei ihrem Besuch in Bozen mit Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof (5. von links). (Foto: LPA/Ressort Europa, Arbeit und Personal)

BOZEN (LPA). Eine Delegation des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags hat sich am 28. April mit Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof in Bozen getroffen. Die Gruppe wurde vom Ausschussvorsitzenden Bernd Rützel (SPD) geleitet. Begleitet wurde er von den Abgeordneten Heike Heubach (SPD), Lars Ehm (CDU/CSU), Gerrit Huy (AfD) und Cem Ince (Die Linke).

Schwerpunkt des Austauschs war die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt in Südtirol. "Die Delegation hat sich bewusst für einen Besuch in Bozen entschieden, weil Südtirol als Vorzeigemodell bei der Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts gilt. Umgekehrt haben auch wir aus dem Erfahrungsaustausch wertvolle Impulse mitgenommen", berichtet Landesrätin Amhof.

Die Landesrätin informierte unter anderem über die Bemühungen um eine faire Bezahlung: In Abstimmung mit dem Amt für Menschen mit Behinderungen habe man einen Vorschlag ausgearbeitet, um die Entlohnung von Menschen mit Behinderung anzuheben. "Wir wollen das Entgelt für individuelle Vereinbarungen, also praktikumsähnliche Verträge zur Arbeitseingliederung, spürbar erhöhen, aber auch jenes, das bei Projekten zur Arbeitsbeschäftigung zusteht", erklärte Amhof. Der Vorschlag soll demnächst der Landesregierung vorgelegt werden.

Das Treffen fand in der Landhausbar in Bozen statt, die von der Sozialgenossenschaft Renovas geführt wird. Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt werden hier professionell begleitet und können einer bezahlten Arbeit nachgehen. Das Projekt beeindruckte die Gäste ebenso wie die weiteren Tätigkeiten der Sozialgenossenschaft, die Präsident Joachim Kerer und Geschäftsleiterin Elisabeth Falser vorstellten.

Im Rahmen ihres Aufenthaltes hat sich die Delegation auch mit der Direktorin des Amtes für Arbeitsmarktintegration, Magdalena Oberrauch, und der Fachkraft für Arbeitsintegration Silvia Gruber ausgetauscht, die über die Maßnahmen der gezielten Vermittlung und Arbeitseingliederung von Menschen mit Behinderungen, das neue Förderprogramm ProAbility sowie das Aufnahmeprogramm zur stufenweisen Anstellung von Personen mit Behinderung informiert haben.

Die Delegation reist nun nach Rom weiter, wo sie sich unter anderem mit Parlamentariern zu den Themen demografischer Wandel, Altersvorsorge und die Zukunft des Sozialstaates austauschen wird.

red/pir